Voll des Lobes: Minister Heiner Garg.
Viele Menschen, die in einem guten Verhältnis zum Verein Marie-Christian-Heime(MCH)
stehen, oftmals in einem gut nachbarlichen sogar, waren der Einladung zum Jahresempfang
gefolgt. Für den Verein war es eine kleine Premiere: Der Empfang war die
erste Veranstaltung in der quasi fertiggestellten Kultur- und Begegnungsstätte.
Zum 60. Mal jährt sich außerdem der Umzug der Einrichtung auf den
Waldhof bei Kroog. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig
das Aufgabenspektrum ist, in dem sich die Marie-Christian-Heime bewegen und auch
wie groß das Engagement für „andere“ ist. Entsprechend
fanden sich viele Redner, die den Verantwortlichen und Mitarbeitern auf dem Waldhof
eine brillante Arbeit attestierten.
Allen voran Heiner Garg, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit der
Landesregierung, der in seinem Grußwort betonte, dass man die wichtige
Arbeit, gerade auch in Form der Kindertagesstätten, ebenso wie das große
ehrenamtliche Engagement dringend benötige. Bedingungen, Einstellung und
auch Vorgaben verändern die Arbeit in den Marie-Christian-Heimen kontinuierlich
und fordern zu neuen Wegen auf. Geprägt wird aktuell der Begriff vom „Inkludieren“ von
Menschen mit Handicap. Man müsse, so formulierte der Minister, sich die
Frage zu stellen, welche Hilfe, welche Unterstützung und welches Angebot
wird den Menschen gerecht. Eine Beschäftigung mit dieser Frage erkenne er
aber deutlich: „Ich habe den Eindruck, sie hinterfragen sich selbst“,
betonte Garg. Abschließend dankte er für die Leistungen und bat das
Team von Herzen, diese Arbeit so fortzuführen.
Ernst-Peter Prestin, Vorsitzender des MCH-Aufsichtsrates, überreicht dem
Minister passend zur Andacht, mit der die Veranstaltung begann, ein Licht. Die
Lampe wurde auf dem Waldhof gefertigt. Prestin empfahl Garg das Licht mit ein
paar Gedanken an den Waldhof in dunklen Stunden anzumachen. Dieser scherzte: „Ich
habe verstanden, im Moment soll ich sie dauernd anlassen“.
Aus dem Alltag berichtete MCH-Vorstand Burkhard Ziebell. Er berichtete von Menschen,
die einmal auf dem Waldhof gelebt haben und mittlerweile erfolgreich im Beruf
stehen. „Wir geben Menschen die Chance, ihren Weg zu finden, dafür
muss man nicht ewig auf dem Waldhof leben“, sagte Ziebell. Einer dieser
Ehemaligen habe auch einen wichtigen Beitrag geliefert, in der Diskussion, ob
einmal der Name Marie-Christian-Heime geändert werden sollte, da das Wort „Heim“ ja
oftmals negativ belegt sei. Aber, so habe Ziebell zu hören bekommen, dürfe
man nicht vergessen, dass der Waldhof für die Bewohner auch ein Zuhause,
also ein Heim sei, in dem man sich wohlfühlen könne - ein ganz großes
Lob für die Verantwortlichen.
[Kiel - Elmschenhagen, 16.01.12, Text/Foto: Uwe Zeitter]