Mitglieder des Ortsbeirates: Dr. Dieter Hack (FDP)
Einen intensiven Wahlkampf hat Dr. Dieter Hack (FDP) nicht nur bei der letzten
Kommunalwahl betrieben. Aber ein ganz besonderes Ergebnis ist ihm bei der vergangenen
Runde gelungen. In den Elmschenhagener Wahlkreisen erzielte „seine“ FDP
das beste Kieler Ergebnis. Entsprechend ist er auch der einzige Vertreter der
Partei im Ortsbeirat Elmschenhagen/Kroog.
Das, so sagt er, spiele aber im Ortsbeirat eigentlich gar keine so große
Rolle. Die Ortsbeiräte hätten sich vorwiegend um Sorgen und Anregungen
aus der Bevölkerung zu kümmern. Interessen also, die dem Stadtteil
und nicht Parteiprogrammen gelten.
Der Ortsbeirat sei, so sagt Dr. Hack, ein gutes Gremium, in dem auch die Bevölkerung
erfahren könne, dass Probleme zeitnah und glaubhaft aufgegriffen werden
können. Wer sich in der Politik engagiere, lerne schnell, dass die Arbeit
im Wesentlichen aus dem Finden von Kompromissen besteht. Daher störe ihn,
dass viele abfällig, ohne eigene Erfahrungen, von „denen da oben“ sprechen.
Die wachsende Politikverdrossenheit betrachte er mit Sorge, stellt Dieter Hack
fest. Das motiviere ihn aber auch für sein politisches Engagement. „Es
ist sinnvoll, in der Gesellschaft Farbe zu bekennen und verantwortlich sein zu
wollen“, ist der gebürtige Pfälzer überzeugt.
Er räumt dabei durchaus ein, dass er sich bei mancher langwierigen Diskussion
im Ortsbeirat manchmal die Frage stelle, ob die Zeit eventuell anders besser
zu nutzen sei. Aber das Amt gebe ihm das wichtige Gefühl, sich auch vor
Ort etwas kümmern zu können. Auch wenn man, wie er sagt, die Erwartungen
oft nicht ganz so hoch ansetzen dürfe.
Diese Überzeugung setzt er auch in die Tat um und gehört dem Kreisvorstand
der FDP und vor allem auch den Fachausschüssen für Gesundheit seiner
Partei an. Gerade hier hat er mit seiner 30jährigen Praxiserfahrung als
Zahnarzt und Oralchirurg einige Ansätze und Vorschläge. Diese Erfahrungen
und andere Vorstellungen für die Gesundheitspolitik waren es auch, die ihn
nach mehr als 20 Jahren in der CDU zum Parteiwechsel veranlassten.
Für den Wahl-Elmschenhagener sind die Brennpunkte im Stadtteil natürlich
auch im eigenen Blickfeld. Brennpunkte wie die Parksituation, der Verlust vieler
Geschäfte und natürlich auch die Verkehrssituation. Für diese
täglichen Ärgernisse der Bürger sieht sich Dr. Hack als Ortsbeirat
in der Pflicht. Zugleich ist er sich aber auch sicher, dass es nicht die Aufgabe
des Gremiums sein könne, alle Belange zu regeln. Vor allem wenn es in die
wirtschaftlichen Belange von Unternehmen und Konzernen gehe, sei die Politik
nicht im Spiel. Gerade vor diesem Hintergrund stellt er immer wieder fest, dass
nicht jeder Wunsch realisiert und berücksichtigt werden kann. Wer beispielsweise
eine ruhige Wohngegend suche, müsse eben auch in Kauf nehmen, dass er ein
Stadtzentrum nicht in unmittelbarer Nähe habe.
Wenn er in Elmschenhagen unterwegs ist, fallen ihm viele Punkte auf, die im Ortsbeirat
zum Thema werden könnten. Angesprochen werde er als Ortsbeirat aber relativ
selten. Es käme nur eher in Ausnahmen einmal vor, dass ihn Patienten bei
der Behandlung ansprächen. So ist der Ortsbeirat ganz oft darauf angewiesen,
dass sich die Einwohner in der Sitzung des Ortsbeirates äußern.
[Kiel - Elmschenhagen, 12.05.11, Text: Uwe Zeitter]