Fester Teil des Jahreskalenders: Jazz-Frühschoppen auf dem Waldhof.
„Viele fragen ja: Warum gibt es ein Open Air zur Kieler Woche, da regnet
es doch immer“, die kleine ironische Bemerkung von Burkhard Ziebell,
dem Vorstand der Marie-Christian-Heime, zur Begrüßung traf wohl
die Gedanken vieler Besucher, die sich auf einen sonnigen Sonntagmorgen bei
beschwingtem Jazz gefreut hatten. Zumindest die Türen blieben an diesem
Morgen geöffnet und die gute Laune kam auch in der Kultur- und Begegnungsstätte
zu Stande. Allerdings wurden im Innenraum die Gesprächsmöglichkeiten
erschwert. Längst gehören moderner Jazz und ein alkoholfreier Frühschoppen
auf dem Waldhof in Kroog zur Kieler Woche. Die Musiker von Jazz-Orange, der
Saxophonist Peter Goden, das Urgestein der Kieler Jazz-Szene Georg von Kügelgen
(Drums), Christian Wolff (Bass), der Pianist Stephan Scheja und Uwe Rades (Saxophon)
ließen sich übrigens vom Wetter nicht stören. Sie spielten
im gewohnten Sound.
Der Regen machte aber nicht nur dem Frühschoppen einen Strich durch die
Rechnung. Auch das Stadtfest am Andreas-Hofer-Platz, das traditionell durch
Schwarz-Weiß Elmschenhagen am Donnerstag der Kieler Woche ausgerichtet
wird, hatte unter dem heftigen Niederschlag zu leiden. Erstmals sollte es in
diesem Jahr wieder Livemusik bis in den späten Abend geben. Das Publikum
beschränkte sich aber auf einige eingefleischte Fans der Band „ASSIQ“,
obwohl in den Abendstunden Petrus noch ein Einsehen mit den Veranstaltern zeigte.
Spätes Einsehen vom Wettermann: Abendliche Sonne über dem Andreas-Hofer-Platz.
[Kiel - Elmschenhagen, 23.07.11, Text/Fotos: Uwe Zeitter]