Feuer machen mit Benzin und Strom: Robert Möller zeigt den Besuchern wie das geht. Fotos: Zeitter
Durch die Geschichte von Kroog und Elmschenhagen in 90 Minuten: Eine Zeitreise,
die durch ein schwieriges Kapitel des Stadtteils geprägt wurde. Ein allerletztes
Mal führte der Vorsitzende der Naturfreunde Kroog und Umgebung, Robert
Möller, eine Besuchergruppe durch das Bunker Museum am Zeppelinring. In
den nächsten Tagen werden die Mitglieder des Vereins damit beginnen, die
Exponate aus dem feuchten Stollen zu räumen. Bis zum Jahresende muss der
Bunker frei sein. Eine Lösung für neue Ausstellungsräume ist
noch nicht absehbar.
Das besonders beeindruckende Exponat, der Bunker selbst. wird zum Jahresende
verloren sein. Die Leistung der Krooger, die ihn damals bauten und die Gedanken
an die Enge im Stollen sind im Museum stets präsent. Einer der Krooger,
die damals beim Bunker mit Hand angelegt haben, war der Vater von Robert Möller.
Diese Tatsache ist wohl die Grundlage für das viele Herzblut, das Möller
in das Museum investiert hat. Bei seinen Führungen spielten seine Erfahrungen
eine wichtige Rolle. Für die Besucher wurde die Situation in der Anlage
durch die Erzählungen des Zeitzeugens bildhafter beschrieben. Auch wenn
viele Exponate unter der Feuchtigkeit im Stollen sehr stark leiden, sind viele
noch in Funktion. Dazu gehört auch das selbstgebaute „Feuerzeug“ mit
dem die Karbidlampe, die im Stollen steht, entzündet wurde.
Während der letzten Führung, in der Teilnehmer am „Marktplatz
Elmschenhagen“ und einige Gäste den Bunker besuchten, wurde aber
auch deutlich, wie sehr die Schließung des Bunkers bei den Naturfreunden
für Frust und Enttäuschung sorgt. Eine neue Lösung für
eine Ausstellung oder Lagerung der Exponate ist nicht absehbar. In den nächsten
Tagen werden daher die ersten Exponate aus dem Bunker ausgeräumt und viele
davon werden verschrottet.
Geballte Nostalgie: Das Bunkermuseum der Naturfreunde Kroog ist bald selbst Geschichte.
[Kiel - Elmschenhagen, 14.05.11, Text/Foto: Uwe Zeitter]