Winter prägte Anfragen

Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Elmschenhagen sollte im Zeichen der baulichen Veränderungen der Schulen stehen. Der Ortsbeirat hatte sich dafür Hans-Helmut Freund vom Amt für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen als kompetenten Ansprechpartner eingeladen. Dabei ging es um die baulichen Veränderungen am Elmschenhagener Gymnasium, die notwendig wären, um der neuen Schulstruktur gerecht zu werden. Für einen optimalen Ablauf hätten diese Arbeiten schon in den kommenden Sommerferien beginnen können oder müssen.
Geplant war eine Aufstockung des Gymnasiums Elmschenhagen sowie der Neubau einer Mensa, die zugleich auch eine Nutzungsmöglichkeit als Veranstaltungssaal in Elmschenhagen ermöglicht hätte. Freund hatte aber brandneue Informationen in seiner Aktenmappe, die diese Pläne erst einmal in Frage stellen. Ein Baubeginn zu den Sommerferien scheint nicht mehr realisierbar. Die Bausubstanz des Gymnasiums lasse, so berichtete Freund vom Resultat des Gutachtens, eine Aufstockung nicht zu. Es bestehe zudem die Sorge, wenn diese Idee weiter verfolgt werde, dass während der Bauphase die Klassenräume unter der Baustelle nicht genutzt werden könnten.
Ulrich Tobinski, der Leiter des Elmschenhagener Gymnasiums, sah sich und seine Kollegen vor dem geistigen Auge wohl schon in einem Containerdorf auf dem Schulhof unterrichten. Mit fast schon betretener Miene fassten auch die Mitglieder des Ortsbeirats die Ausführungen auf. „Das klingt sehr ernüchternd“, sprach Dr. Dieter Hack (FDP) wohl das aus, was in der Luft lag. Der Vorsitzende Detlef Langfeld (SPD) bedauerte, dass es nun einen Start mit Hindernissen gebe, den man eigentlich durch eine frühzeitige Beschlussfassung verhindern wollte.


Ein Winter, der seinen Namen verdiente, stellte vor allem Verkehrsteilnehmer auf eine harte Probe.

Der ungewohnte Winter hat dem Ortsbeirat eine Flut von E-Mails und Zuschriften beschert. Ausführlich berichtete Langfeld über die Situation der städtischen Betriebe und dass dort bereits weit über 10.000 Überstunden angefallen seien. Er sprach allen Anwohnern, die die Initiative ergriffen, um Schnee und Eis zu Leibe zu rücken, seinen ausdrücklichen Dank aus. In vielen Fällen aber, so wurde in der Sitzung berichtet, hätten die Anwohner kein Wissen über ihre eigene Räumpflicht. Ein ganz anderes Unverständnis äußerte Klaus Gübel (SPD) darüber, dass eine Kommune, die der Situation auf den Straßen nicht Herr werde, dann aber kontrolliere, ob die Bürger ihre Streupflicht erfüllen.
[Kiel - Elmschenhagen, 01.03.10, uz, Foto: Uwe Zeitter]

 

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