Kreisverkehr und Park bewegen Ortsbeirat


Die Ampelsteuerung am Kreisel über der B 76 wurde ins Visier des Ortsbeirats gerückt. Foto: Zeitter

Der Verkehr auf dem Kreisverkehr zwischen Reichenberger und Wiener Allee über der Preetzer Chaussee (B76) beschäftigt den Ortsbeirat. Dieser hatte sich bei seiner letzten Sitzung Harald Schwind, den Abteilungsleiter Verkehr im Kieler Tiefbauamt als Experten eingeladen. Grund für die Diskussion ist ein Antrag von Dr. Dieter Hack (FDP), der die Prüfung der gegenwärtigen Lösung zu Gunsten eines ampelfreien Kreisverkehres fordert. Schwind führte aus, dass die Steuerungen der Ampeln zuletzt im Jahr 2009 optimiert wurden, um die Koordination des Verkehrsflusses an diesem Knotenpunkt zu optimieren und den Kreisel „staufrei“ zu halten. Nach den vorliegenden Verkehrszahlen sei die Regelung des Verkehres, insbesondere in Stoßzeiten, nicht ohne eine Ampelanlage möglich, führte der Experte aus. Insbesondere auch die Sicherung der Fußgänger auf den Wegen entlang des Kreisels sei ohne eine Ampelanlage nicht zu gewährleisten. Eine Entscheidung über den Antrag wurde vertagt, da der Antragsteller nicht anwesend war.
Zu einem bereits angekündigten Gutachten und Einzelhandelskonzept wurde, so erläuterte der Vorsitzende des Ortsbeirats, Detlef Langfeld, ein Bedarf zur Überarbeitung festgestellt. Die Veröffentlichung des Dokuments wurde verschoben. Die Einzelhandelssituation in Elmschenhagen sei, so war zu vernehmen, aber ohnehin nur punktuell genannt. Die Berücksichtigung beschränke sich auf Bebelplatz, Andreas-Hofer-Platz, Preetzer Chaussee und Dorfstraße.
Hingewiesen wurde in der Sitzung des Ortsbeirats auf das Sommerfest, das, initiiert von Babett Petermann und Marc Schweers, am 3. Juli in der Rüsterstraße stattfindet. Der Ortsbeirat gab sich als „Hausaufgabe“ die Überlegung zu einer eigenen Aktivität auf.
Angenommen hat sich der Ortsbeirat in seiner Sitzung auch der Beschwerde von Anwohnern einer Schule. Hier würden Grundstücke einer Seitenstraße zugeparkt, während Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, beziehungsweise sie von der Schule abholen. Die anwesenden Anwohner beklagten sich insbesondere darüber, dass sie als Anwohner zu diesen Tageszeiten kaum eine Möglichkeit hätten, ihr Grundstück zu verlassen und sie zum Teil von parkenden Eltern beschimpft würden.



Der Zustand des Fritz-Lauritzen-Parks bereitet Sorgen. Foto: SPD-Ortsverein

Beklagt wurde vom Ortsbeirat, wie auch vom Ortsverein der SPD, der Zustand des Fritz-Lauritzen-Parks. Hier habe das Grünflächenamt bei seinen Arbeiten eine gewaltige Spur hinterlassen. Oder wie Karin Schröder es formulierte, die Mitarbeiter hätten „gewütet“. Viele liegen gebliebene Abfälle vom Baum- und Strauchschnitt hätten wohl dazu animiert, im Park ebenfalls Müll abzuladen. Außerdem seien durch Vandalismus Mülleimer in der Parkanlage zerstört worden. Eine Initiative zum Müll sammeln mache, so Langfeld, keinen Sinn, da der Müll in vielen für den Normalbürger unzugänglichen Bereichen liege.
Vorgestellt wurde im Rahmen der Sitzung auch eine „Initiative gegen rechts“, die sich gebildet hat, nachdem im Stadtteil vermehrt Schmierereien mit Nazi-Symbolen auftauchten. Außerdem werde in einigen Bereichen immer wieder rechtsextreme Musik gespielt und teilweise würden auch „Pöbeleien“ wahrgenommen. Der Initiative sei es wichtig, dass die Vorfälle gemeldet würden.
Als letzter Punkt war die Eröffnung des Bahnhofes Elmschenhagen ein Thema, der vermutlich zur geplanten Betriebsaufnahme am 13. Juni noch nicht fertig sei. Wer nun glaubte, das Thema Haltepunkt und Bahn würde von der Tagesordnung des Ortsbeirats verschwinden, könnte sich getäuscht haben. Während der Gespräche zum Thema war bereits zu hören, dass anfahrende und bremsende Züge ja eine deutlich höhere Lärmbelastung bedeuten würden....
[Kiel - Elmschenhagen, 22.05.10, uz, Fotos: SPD-Ortsverein, Uwe Zeitter]

 

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