Seinen Ursprung hatte der „Hermann Nöbel Gedächtnisabend“ in
den 1980er Jahren. Zurück geht der Abend auf Hermann Nöbel, der aus
seiner Tätigkeit bei der Polizei und auch sportlichen Aktivitäten
eine Vielzahl von Kontakten unterhielt und diese auch im Ruhestand pflegen
und erhalten wollte. Aus seinem Umfeld entwickelte sich ein Herrenabend, der
bald schon seinen Namen trug. Das Engagement Nöbels bezog sich ursprünglich
auch auf weitere gesellschaftliche Veranstaltungen in Elmschenhagen, wie beispielsweise
einen Ball, der ebenfalls bis vor wenigen Jahren einen festen Platz im Terminkalender
hatte.
Seit einigen Jahren übernimmt die Kieler Volksbank die Organisation des
Herrenabends, der am vergangenen Freitag stattfand. Künftig soll er übrigens,
so gibt Organisator Birger Kupper schon für den kommenden Terminkalender
bekannt, immer am letzten Freitag im Januar sein.
Auf der Einladungsliste finden sich rund 150 Personen aus dem öffentlichen
Leben von Elmschenhagen wieder. Sie knüpfen bei der Veranstaltung neue
Kontakte. Oftmals übrigens bis in die frühen Morgenstunden. So bot
sich für einige Teilnehmer die Gelegenheit des Netzwerkens und die einen
oder anderen Visitenkarten wechselten den Besitzer. Beliebt ist auch die Tombola,
die den unterhaltenden Teil des Abends mitbestimmt. Verlost werden von jeher
Fleisch- und Wurstwaren.
Interessante Gespräche zeichen den „Hermann Nöbel Gedächtnisabend“ aus.
Fotos: Ole Ploen
Viele der Punkte im Unterhaltungsprogramm, so berichtet Kupper, werden aus
den Reihen der Teilnehmer gestaltet. Begeistert war die Runde von „Ottmar“.
Der Alleinunterhalter, hinter dessen Maske, die aus Schiebermütze, sehr
starker Nickelbrille und künstlichem Überbiss besteht, verbirgt sich
der Flensburger Lehrer Philipp Scheel. Er verstand es, das Publikum zu amüsieren
und in seinen Bann zu ziehen. Mit Akkordeon vor der Brust und „Pauke“ auf
den Rücken geschnallt, präsentierte er plattdeutsche Parodien. Einzelne
Gäste wurden von ihm besonders auf die Schippe genommen.
So bekam der Elmschenhagener Zahnarzt, Dr. Volker Storcks, ein „dickes“ Dankeschön
für die tolle Restauration der Zähne. „Ottmar“ unterließ es
dabei auch nicht, das Restaurationsobjekt in einem der nächstgelegenen
Biergläser zu versenken. Der Ortsbeiratsvorsitzende, Detlev Langfeld,
wurde zum Mitsingen und Animieren aufgefordert und Bauunternehmer Dieter Röschmann
blieb auch nicht verschont.
Erich Armbrust, dessen Familie schon seit Generationen das Hotel Reimers führt,
hatte für den Rest des Abends den Spitznamen Peter Harry erhalten. Auch
Tochter Bianka drohte dem Charme des Alleinunterhalters zu erliegen.
Die passende Musik lud zum Mitschunkeln und heiterer Geselligkeit ein. So stieg
die Stimmung mit jedem Sketch deutlich an. Im weiteren Verlauf des Abends entstanden
Gruppierungen an den Tischen, um nach dem Programm angeregte Unterhaltungen
zu führen.
Knapp 100 Gäste folgten in diesem Jahr der Einladung.
[Kiel - Elmschenhagen, 24.02.10, Mirko Oswald, Uwe Zeitter]