Der Problemzone Bebelplatz geht es an Kragen

Bei vielen Passanten folgt ein verständnisloses Kopfschütteln, wenn sie den Blick über die Anlagen am Bebelplatz schweifen lassen. Unordnung und mutwillige Zerstörung beeinträchtigen den Platz und seine nähere Umgebung. Ein Platz, der eigentlich zum Verweilen einladen sollte oder sich zumindest sehen lassen kann.
Die Mitglieder des Kommunalverein Kiel-Elmschenhagen haben schon seit einiger Zeit ein Auge auf die Situation. Der Verein kümmert sich in vielen Bereichen um die Belange des Stadtteils und die Pflege der Anlagen sowie der Geschichtsschreibung. Die Mehrheit der Mitglieder ist überzeugt, dass für eine negative Entwicklung des Umfeldes um den Bebelplatz auch der Zustand des Bebelplatzes selbst und die sich dort bei Trinkgelagen aufhaltenden Personen beitragen. Die Sitzecke wird dauernd blockiert, bemängelt der Verein in einer Pressemitteilung. Die Abdeckung der Litfaßsäule diene als Entsorgungsplatz leerer Flaschen, Müll sammle sich in den Büschen und Hecken und der Eingangsbereich der Bücherei, der bei Regenwetter als Unterstellplatz diene, stinke nach Urin. Ein Zustand, den der Kommunalverein nicht länger mit ansehen möchte.
Daher wurde vom Verein ein Antrag an den Ortsbeirat gestellt, sich der Situation des Platzes anzunehmen und eine Umgestaltung in Angriff zu nehmen. Der Antrag soll bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause am 31. August behandelt werden.


Ungewollte Skulptur.
Foto: Kirkskothen

[Kiel - Elmschenhagen, 27.08.10, uz, Foto: Rüdiger Kirkskothen]

 

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